Der Arbeitgeber nutzte einen Onshore-/Offshore-Vertrag für ein Ölraffinerieprojekt in Trinidad. Der Onshore-Auftragnehmer erhob nur im Rahmen des Onshore-Vertrags ein Schiedsverfahren gegen den Arbeitgeber. Der Arbeitgeber wehrte sich gegen die Schadenersatzklage. Das Schiedsgericht gab einigen Ansprüchen des Onshore-Vertragsnehmer statt, vergab aber dem Arbeitgeber einen größeren Betrag an liquidierten Schadenersatz. Das Gericht entschied jedoch, dass der vom Arbeitgeber liquidierte Schadenersatz auf einen niedrigeren Betrag begrenzt werden sollte, was bedeutet, dass der Onshore-Auftragnehmer der Gesamtsieger war. Neben den Steuereinsparungen kann ein Split-Vertrag die Kosten für die Einhaltung der lokalen Lizenzvorschriften durchaus senken, beispielsweise durch die frühe Planung wie Dason-Engineering-Design (FEED) von einem Offshore-Standort aus. Rahmenverträge und Split-Vertragsstrukturen sind sehr spezifisch auf ein bestimmtes Land zugeschnitten und basieren auf den geltenden Steuervorschriften. Aus diesem Grund müssen Parteien die übermäßige Abhängigkeit von Vorlagen oder Projektdokumenten vermeiden, die in einem früheren Projekt verwendet wurden. In einem kürzlich vom High Court in England und Wales entschiedenen Fall – Petroleum Company of Trinidad and Tobago Ltd gegen Samsung Engineering Trinidad Co Ltd [2017] EWHC 3055 (TCC) – führte ein Arbeitgeber ein Schiedsverfahren durch, indem er sich zu Unrecht nur auf den Onshore-Vertrag und den Onshore-Vertragspreis bezog. Dies bedeutete, dass der Auftragnehmer unter Ausschluss der kombinierten Vertragspreise im Rahmen des Rahmenvertrags Anspruch auf eine Untergrenze für liquidierte Schäden auf der Grundlage von 10 % des Onshore-Vertragspreises hatte. Dies bedeutet, dass der Entwickler in der Tat in eine schlechtere Position als Ergebnis der geteilten Vertragsstruktur gesetzt wurde. Um jedoch die steuerlichen Risikopositionen zu minimieren, werden die Parteien strukturieren wollen, so dass die Onshore- und Offshore-Vertragspartner unabhängig voneinander miteinander handeln, anstatt zwei Auftragnehmer, die ein Gemeinschaftsunternehmen oder Konsortium mit gemeinsamen und mehreren Verantwortlichkeiten bilden, um den Offshore-Auftragnehmer nicht Onshore-Steuern auszusetzen.

In vielen Steuergebieten würde es als riskant angesehen werden, direkte Querverweise zu haben – das bedeutet beispielsweise, dass sich die Haftungsbeschränkung im Rahmen des Onshore-Vertrags nicht auf das Aggregat der Onshore- und Offshore-Vertragspreise beziehen kann. In dieser Situation wird die Mechanik wieder von unterschiedlichen Überlegungen angetrieben. Beispielsweise wird die ultimative Verpflichtung, die Einhaltung lokaler Gesetze, Vorschriften und Standards sicherzustellen, unweigerlich beim Onshore-Designer/Auftragnehmer liegen, selbst wenn das Design vom Offshore-Designer stammt. Querentschädigungen zwischen Onshore- und Offshore-Vertragspartnern in dieser Hinsicht werden dazu beitragen, die Einhaltung zu gewährleisten, während sie auf Waffenlänge voneinander getrennt werden. Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie sich die Verwendung eines Onshore-/Offshore-Vertrags in Wirklichkeit erheblich von der Verwendung eines einzelnen Vertrags unterscheiden kann. In diesem Fall profitierte der Auftragnehmer auf Kosten des Arbeitgebers; ein ähnliches Szenario könnte jedoch leicht zwischen dem Auftragnehmer und einem seiner Unterauftragnehmer entstehen. Es gibt noch ein weiteres praktisches Thema, das ebenfalls zu berücksichtigen ist. Da sich die Haftungsobergrenze im Rahmen des Onshore-Vertrags nicht auf die aggregierten Offshore-/Onshore-Preise beziehen kann, da sie einen Verweis auf den Offshore-Vertragspreis erfordern würde, kann die Lösung darin bestehen, sich auf einen Dollarwert anstelle eines Prozentsatzes zu beziehen. Dies würde jedoch bedeuten, dass die Haftungsobergrenzen dauerhaft festgelegt würden und sich nicht verschieben würden, wenn sich die Vertragspreise änderten.